SRX-Umbau by <sTs> ;o)

zurück zur Gesamtübersicht Umbauten

Elektrik


Blinkrelais

Das Blinkrelais bzw. dessen Position oben im Rahmenkopf ist ein Quell steter Freude bei Regenfahrten. Es säuft einfach ab.

Als "quick-and-dirty"-Lösung habe ich einfach das ganze Relais mit Kleber abgedichtet. Perfekter wäre vielleicht die Verlagerung unter die Sitzbank, wo es i.d.R. trockener ist.

Inzwischen tut ein elektronisches Kellermann-Relais seinen Dienst. Spart auch die sonst erforderlichen Lastwiderstände der LED-Blinker.
(Tipp: Motogadget m-Flash ist auch eine tolle Alternative!). Beide sind voll versiegelt und damit weitgehend feuchtigkeitsresistent.

zurück nach oben


Blinker

Die Serienblinker finde ich für das filigrane Mopped einfach zu wuchtig.

Deshalb habe ich mir Zubehör kleinere Blinker mit Halogenbirnen besorgt. Gibt es bei allen Moppedkaufhäusern.
An KELLERMANN MICRO habe ich auch gedacht, die waren mir aber ZU klein.

=> Halogen ist übrigens sehr schön hell!

Dann wurde allerdings wieder geändert:

  1. Über den Abstand der vorderen Blinker hat sich der Herr TÜV beschwert, deshalb kamen da Kellermänner in die Lenkerenden.
  2. Hinten wurde nochmal was Anderes gemacht da die starren Zubehörblinker sich doch als recht fludderig erwiesen haben - beide Seiten habe ich schon neu verkleben müssen (Gewinderohr in Blinker) und die nicht billigen Halogenbirnen auch öfter ersetzen müssen. Momentan habe ich Zubehörblinker (Louis oder so) mit Gummiarm. Das funzt.

Gerne würde ich quasi unkaputtbare LED-Blinker verwenden, nur gibt's die zu verträglichen Preisen nur mit weißem Glas - für mich jedoch muss ein Rücklicht rot und ein Blinker gelb sein.
Tschuldigung, da bin ich ein wenig "konservativer Ästhet".

Mal sehen was die Zukunft bringt: zumindest bei Rücklichtern scheint es einen "neuen" alten Trend zu geben.
Warum nicht auch bei Blinkern?

Die (erstmal) endgültige Lösung:

Irgendwann Ende 2010 fielen mir neue Blinker beim HG-Moppedkaufhaus auf: Oxford nano heissen sie, und nano sind sie auch. Zumindest relativ. Eine sehr leistungsstrake LED, schöne Form und flexibel in Gummi gelagert - letzteres besonders wichtig beim rappelnden Einzylinder. Sind nicht ganz billig, aber bei den regelmäßigen 20%-Kampf-Rabattschlachten geht's.

Leider auch nicht gelb sondern klar, aber da sie so klein sind kann man das so akzeptieren.

Übrigens bekommt man auch einen 100% gleich aussehenden China-Nachbau im Internet-Kaufhaus mit den 4 bunten Buchstaben. Deutlich billiger, aber um 120% schlechter. Hebe ich mir testweise für z.B. meine XT besorgt, aber schon fast beim auspacken fiel das Blinkerglas ab. Die anderen lösten sich dann aus Sympathie ebenfalls, als ich ein wenig dran rumgewackelt habe. Nun gut, lässt sich mit 2K-Klebstoff fixen - wenn man's vorher weiß. Sonst ist das Glas weg. Auch der Anschluss mit einem Vorwiderstand ist deutlich weniger professionell als bei den Oxford-Originalen...

So, jetzt sind sie dran und bewähren sich prächtig!

zurück nach oben


Rücklicht

Wie schon bei den Blinkern erwähnt müssen Rückleuchten für mich eigentlich rot sein. Nun gut, ich wollte aber auf ein Doppelrundesrücklicht wechseln das in Alurohrabschnitte eingebettet ist und so eine Art Doppelrohrauspuff darstellt.
Interessant: Suzuki hat mit der 600er des 2006er Jahrgangs meine Idee abgekupfert...

Nun, diese LED-Rückleuchten sind zwar klar und nicht rot, was aber beim Fahren (LIcht an) nicht auffällt und im Stand durch die Einbettung in die Rohrstücke auch aussieht. Leider gab es damals noch keine LED-Rückleuchten mit rotem Glas.

Interessant ist übrigens, dass die LED-Leuchten, obwohl drastisch heller als die 18/5 W Glühbirnen, nur einen Bruchteil an Strom aufnehmen. So um die 2 W hatte ich mal gemessen/berechnet. Rein theoretisch könnte man daher die Leitungen auch erheblich dünner auslegen und damit mehr Freiheit beim Verlegen der Kabel haben...

mit "Licht AN" finde ich das toll....
...Licht AUS sieht eher sch... aus :-(

(ich sagte schon, dass Rücklichter bei mir rot
und Blinker gelb zu sein haben ?
und das IMMER !!!)

Nun, bei der SRX nicht wirklich erforderlich, aber bei der schwächlichen XT500-Lichtanlage wird das mal ein Gesichtspunkt beim Umbau sein.

Erfahrungen + Tipp:

Nach einiger Zeit fielen einige der LEDs aus. Als Ursache wurden gebrochene Lötverbindungen auf der Grundplatine festgestellt. Offenbar rappelt der Einzylinder so, dass die LEDs in Schwingung geraten und die Lötstellen brechen lassen. Musste ich also reparieren, siehe Tipp.
Tipp: Vor Montage immer erstmal das Rücklicht öffnen. Muss man vorsichtig machen, z.B. von der Rückseite aus an der Verklebung des "Glases" mit Dremel, Cuttermesser und ähnlichem Werkzeug die Verklebung lösen. Zuerst die Lötstellen kontrollieren, ggf. nachlöten. Dann die LEDs auf der sichtseite an der Platine festkleben. Kann man z.B. mit klarem Universalklebstoff oder 2K machen. Ich habe dazu Heißkleber benutzt weil der etwas flexibel bleibt und ich mir davon eine gewisse Dämpfung erhoffe. Dabei Schicht für Schicht vorgehen, um nicht zu viel Hitze einzubringen. Ich habe den Eindruck, dass die LEDs das sonst übel nehmen könnten. Danach das Gehäuse dann wieder mit 2K-Klebstoff dicht verschliessen.

So hält es bei mir jetzt schon eine ganze Weile.

Bei meiner TRiX habe ich übrigens das Eigenbau-LED-Rücklicht und bei der XT das Shinyo genau so "haltbar" gemacht.

zurück nach oben


Zündung

Man hört viel von Verbesserung des Motorlaufs, ja sogar der Möglichkeit zur Leistungssteigerung, allein durch Modifikation der Zündung.

Dabei wird das Zündkabel ausgetauscht gegen ein spezielles Kabel, das angeblich einen Kondensator eingebaut haben soll und allein dadurch einen zeitlich kürzeren und erheblich stärkeren Zündfunken produzieren soll. Warum das so sei wird allerdings nicht erklärt. Auch der Einsatz spezieller Iridium-Kerzen soll helfen. Andere Quellen schwören auf Splitfire.

Das habe ich bisher eher für Voodoo gehalten, bin aber nach intensiverer Befassung mit dieser Thematik und Diskussion mit verschiedenen Leuten schon fast zu der Überzeugung gelangt, daß da was dran ist.

Besorgt habe ich mir bereits ein Zündkabel von NOLOGY, ist für ca. 60 EUR kein Sonderangebot, aber wenn's funktioniert...

Wie muß das eingebaut werden?
"Das alte Zündkabel wird einfach durch das neue Kabel ersetzt" := Werbeaussage

Tatsächlich gestaltet sich das jedoch ein wenig komplizierter. Hat schon mal versucht das SRX-Zündkabel auszutauschen? Vorsichtshalber habe ich vor dem Versuch daran zu ziehen oder es herauszudrehen eine Durchstrahlung der Spule vorgenommen:

Siehe da: das Zündkabel ist nicht zerstörungsfrei abzubekommen. Zur Erklärung des Bildes: von rechts kommt das schwarz/weisse Kabel aus dem Kabelbaum (Primärwicklung), oben nach links raus geht das Zündkabel zum Kerzenstecker (Sekundärwicklung). Wie man sieht, ist es oben mittig an der Sekundären angelötet. Wenn man das NOLOGY anschließen möchte muß man also auf jeden Fall das alte Zündkabel abschneiden und mit einer Muffe oder Lötstelle verbinden. Dabei dürfte auch eine gute Isolation wichtig sein damit es nicht z.B. bei Regen an der falschen Stelle funkt...

Zum NOLOGY: es hat mich natürlich auch interessiert wie es in dem Kabel aussieht. Angesichts des Preises habe ich aber irgendwie überhaupt keine Lust gehabt das Teil aufzuschneiden...
Also habe ich auch hier ein Durchstrahlungsbild von dem verdickten Teil des Kabels gemacht:

Ich gebe zu, ich war ein wenig enttäuscht, denn was man sieht ist lediglich das Metallgewebe des Masseschirms. Leider zeichnet sich nicht ab was (und ob überhaupt etwas) darunter ist :-(

Sollte das "Schirmgewebe" zusammen mit dem Kabel den Kondensator darstellen? Habe das mit einem Freund, seines Zeichens E-Techniker, diskutiert. Er hält es im ersten Ansatz für wahrscheinlich, daß hier ein Reihenschwingkreis aufgebaut ist, der eine Spannungserhöhung zur Folge hat.

Meine persönliche Meinung ist, dass durch das Stahlgeweband ("Massekabel"), das nahe der Kerze angeschraubt werden muss eine Verringerung der Induktivität erreicht wird (Reduktion der "Fensterwirkung"). Bei den extremen Stromanstiegsgeschwindigkeiten im Augenblick der Zündung und verringerter Induktivität muss es dann zu einem kürzeren und stärkeren Funken kommen. Träfe das zu, so wäre ein spezielles Kabel nicht nötig - lediglich ein geeignet verlegtes Massekabel...

Wie auch immer: es bleibt die Hoffnung DASS es funzt!

So, das erstmal zu den Vorüberlegungen.

Wenn es dann demnächst ein wenig wärmer ist werde ich mit Kerzen, Zündkabeln und vielleicht auch Zündspulen experimentieren um objektiv sagen zu können ob da was dran ist. Gschaun mer mal! Info folgt dann...

Diesen Umbau habe ich eingestellt. In meinen Augen ist die bessere Lösung die Verwendung von Kerzensteckern mit integrierter Zündspule - hier wird die Hochspannung direkt in Zündkerzennähe erzeugt, es entfällt die lange Leitung, die Induktivität des Hochspannungskreises wird minimiert. Ich habe einfach die Stecker einer R1 verwendet: nur orange Leitung für die Originalzündspule sowie einen Masseanschluss (-) an den Stecker führen und fertig. Funzt. Übrigens auch an der TRX, XT,...

zurück nach oben


Instrumente

Tacho / DZM

Die Serieninstrumente der SRX sind zwar stylistisch recht schön, allerdings fehlen mir da weitere Daten.
Besonders, da die SRX gern recht heiss läuft vermisse ich eine Öltemperaturanzeige.
Optimal wäre ein Kombiinstrument, das ich aber in der gewünschten gemischt analogen/digitalen Form nicht finden konnte.
Zufällig habe ich dann mal bei einem Karttraining auf Mallorca den deutschen Importeur der Fa. AIM (Uli Mesch) kennengelernt, die für den Rennsport recht geniale Instrumente anbietet.
Optimal schien mir ein Mychron 3 Plus Moto, das neben Drehzahl und Geschwindigkeit auch 4 weitere Messgrößen anzeigen kann. Diese werden als Analogspannungen eingespeist und können mit Hilfe von recht frei definierbaren Kalibrierkurven als Zahlenwerte korrekt angezeigt werden. Zusätzlich können beim Erreichen von z.B. Temperaturgrenzwerten Warnleuchten am Instrument geschaltet werden. Schmankerl wie Rundenzeitnahme etc. sind selbstverständlich, auch wenn ich sowas mit der SRX nicht brauche...

Fehlen noch Anzeigeleuchten für Blinker, Fernlicht, Leerlauf. Hierfür habe ich aus Aluminium ein kleines Panel neben dem Mychron angepasst, in dem sich farbige ultrahelle Leuchtdioden befinden, denen ich über entsprechende Vorwiderstände eine geeignete Helligkeit anerzogen habe. Die Zuleitungen sind über sehr dünne Einzelleitungen (altes RS232-Kabel) realisiert, was angesichts des minimalen Energieverbrauchs der LEDs möglich ist. Durch den Aufbau des Kabels ist die mechanische Stabilität denn auch gegeben.

geht doch!

...bis Ende 2011

Alles neu macht...

Nein, nicht der Mai, sondern ich.

Ende 2011 hat's mir dann gereicht. Das Instrument ist zwar toll, aber doch eher für Rennzwecke optimiert. Die recht kleine Geschwindigkeitsanzeige und fehlende Uhr haben mich zu sehr gestört.

Deshalb habe ich mich nach verschiedenen bezahlbaren Zusatzinstrumenten umgeschaut und einige Besorgt um sie mal zu testen ob sie meinen Ansprüchen genügen. Hängen geblieben bin ich bei KOSO, da Motogadget mir denn doch zu teuer war. Probiert habe ich die Typen XR-SR-N, DYNO RS, DB-01R und bin schließlich beim DB-02R hängen geblieben. Alle haben irgendwo ihre Vor- und Nachteile, der beste Kompromiss war für mich der letztgenannte.

Das DB-02R hat nur keine eingebauten Kontrollleuchten - das ist doof, aber eröffnet mir die Möglichkeit noch etwas zu basteln.

Also wurde aus einem Stück Alu und einigen LEDs nebst Widerständen eine schlanke Kontrolleuchteneinheit mit wenigen Anschlusskabeln gebaut, ähnlich dem Motogadget motosign. Da ich eine gemeinsame Masseleitung für alle LEDs verwende (Kabel sparen), musste ich das Signal vom Leerlaufschalter invertieren. Der Schalter schaltet ja Minus auf die Leuchte, das musste ich auf geschaltete +12V ändern. Bischen Elektronik - fertig! (wenn jemand so was braucht: melden!)

Lenkerschalter

In einem Zug mit den Instrumenten wurden auch die Schalter geändert. Das war erforderlich, da ich den Kabelverhau im Scheinwerfer und die zahlreichen Kabel die von dort nach hinten und hin und her gingen leid war.

Als Schalter habe ich die der TDM Bj. 96 verwendet, die erheblich schöneres Feeling vermitteln als die der SRX. Außerdem ist für die Zukunft vorgesorgt: der E-Starterknopf ist vorhanden. Die Kabelage habe ich relativ TDM-kompatibel geändert, letztlich wurde einiges eingespart. Trotzdem bleibt eine Menge, wenn man TÜV-konform und auch etwas komfortabel bleiben will...

Extra nötig ist eine Chokebetätigung, die ja bei der SRX im linken Schalter integriert ist. Kein Problem, da z.B. die TDM ja sowas auch als Zugknopfbetätigung hat und hier der YAMAHA-Baukasten gut greift.

Der Gasgriff der TDM ist übrigens auch fein, da die Züge hier sehr schön eng am Lenker entlang geführt werden. Änderungen der Länge waren natürlich erforderlich.

hydraulische Kupplungsbetätigung

Die schwergängige Seilzugbetätigung der SRX, zumindest bei gealterten Zügen, hat mich reichlich genervt. Deshalb habe ich nach langer Suche nach Alternativen einen MAGURA-Satz gewählt, bei dem ich den Nehmerzylinder für die SRX etwas ändern musste und natürlich auch eine geeignete Haltevorrichtung bauen musste. Außerdem ist bei der Befestigungsschelle am Lenker darauf zu achten, dass man ein Gewinde für den Spiegel drin hat. Kann man zwar nachkaufen, kostet dann aber 15 EUR extra.

Etwas unschön ist, dass die Hebelbetätigung etwas mit dem Lenkerschalter in Konflikt kommt. Muss ich mal noch 'ne Idee haben...

Auch die Betätigung ist nicht ganz optimal, jedenfalls werden noch relativ hohe Handkräfte gefordert. Liegt's jetzt an den stärkeren Kupplungsfedern die ich habe oder muss ich das Übersetzungsverhältnis über den Hebelarm am Motor ändern?
-> muss ich noch probieren

Trotzdem: ich würde den Umbau immer wieder machen!

zurück nach oben


CDI

Nun, eigentlich gehört das Thema CDI nicht hier auf die Seite der Umbauten. Aber sonst habe ich da keine Rubrik für vorgesehen.

Wenn jemand versuchen will daran was zu reparieren hilft vielleicht die Durchstrahlungsaufnahme. Das ganze Teil ist ja vergossen, so daß man erstmal die Vergußmasse aufpepeln müsste.

Sieht auf den ersten Blick so aus als wäre dies eine diskrete Schaltung, also mit überwiegend konventionellen Bauelementen aufgebaut. Aber da bin ich nun wirklich kein Experte für :-(

zurück nach oben


Stand:17.02.2013